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MartinDJR
574615:
Ich kann nicht verstehen wieso UM so knauserig mit den IPv4 Adressen umgeht. Das einzige was ich mir dabei denken ist, dass UM es in der Vergangenheit verpasst hat, sich genug v4 Adressen zu reservieren.

Nein, laut einem Forenbeitrag war das anders:

Ein Provider konnte bis 2011 immer nur so viele IPv4-Adressen reservieren, dass diese innerhalb eines Jahres "verbraucht" waren.

UM konnte also nur an so viele IPv4-Adressen rankommen, dass diese 2012 gerade noch ausgereicht haben.

Seit September 2012 kam dann kein Provider mehr an IPv4-Adressen dran.

574615:
Bei meinem Rootserverprovider bekomme ich bspw. 1x v4 Adresse für 1€/Monat.

Adressen werden immer nur in größeren Einheiten vergeben: Ein Provider bekommt nicht 125 Adressen, wenn er 125 benötigt, sondern es wurde früher immer auf eine bestimmte Größe aufgerundet - z.B. 1024.

Von daher hat der Provider, wenn er damals 125 Adressen beantragt hat, noch 900 frei und kann diese bequem für 1 Euro/Monat "vermieten".

Wenn nun aber 1024 Leute bei deinem Serverprovider anfragen, hätte auch der keine Adressen mehr.

574615:
Wenn ich jetzt unbedingt wollte, würde ich hingehen und auf besagtem Rootserver eine meiner dortigen v4 Adressen auf eine VM packen und dort einen OpenVPN Server aufsetzen. Bei mir zu Hause müsste ich dann ebenfalls irgendwas was 24/7 im Netz ist mit OpenVPN bespielen.

Das wäre eine Möglichkeit.

Aber warum muss Zuhause irgendein Gerät 24/7 laufen?

Es langt doch, wenn du die VPN-Verbindung dann aufbaust, wenn du ins Netz willst...

574615:
Aber wer bezahlt mir die Zeit für das Einrichten und die laufenden Stromkosten durch das Betreiben einer zusätzlichen Hardware, weil die UM Hardware Out-Of-The-Box keine VPN Verbindungen etablieren kann?

Wer bezahlt dir das Einrichten eines SixxS-Tunnels, wenn dir 2&2 oder Fodavone DSL nur IPv4 bietet?

IPv6 ist seit Mitte April 2012 offiziell für jeden Internet-Anschluss verpflichtend (RFC 6540), während VPN nur ein Zusatzfeature und sogar IPv4 (selbst über NAT) nur ein "Soll-Feature" ist.
MartinDJR
Iyanga:
a) Wenn dem Mitarbeiter sein Arbeitsplatz wichtig ist, wird er halt auf Unitymedia verzichten. Als Neukunde komme ich ja glücklicherweise noch die ersten 2 Monate wieder hinaus.

Es geht um die Zeit in drei Jahren:

Noch 2014 gab es Vermutungen, dass man als Privatkunde bereits Ende 2018 kein IPv4 mehr bekommt. Und zwar bei KEINEM (!) Provider. Möglicherweise wird dies nicht 2018, sondern erst später der Fall sein - aber der Tag kommt mit Sicherheit.

Die Argumentation, dass der Arbeitgeber sich besser früher als später auf diese Situation einstellen sollte, indem er jetzt bereits mit IPv6 beginnt, scheint mir durchaus nachvollziehbar.

Iyanga:
b) Firmenwebseite:
Das Argument ist besonders paradox, da ja selbst www.unitymedia.de nicht über IPv6-only funktioniert.

Dass UnityMedia an dieser Stelle schlampig ist, wird in vielen Foren kritisiert.

Tatsache ist jedoch, dass die Firmen alle ganz dumm dastehen werden, wenn irgendwann eine Website nach der anderen und ein Provider nach dem anderen auf IPv6-only umstellt!

Ein IPv4-only-Server ist dann von einem normalen Internet-Anschluss genau so wenig erreichbar, wie heute ein Server an einem DS-Lite-Anschluss von einem IPv4-only-Anschluss aus erreichbar ist.

Torsten:
Laut einer Studie sind in 6 bis max. 8 Jahren alle Privatkunden nur noch mit IPv6 unterwegs.

Schätzungen aus der Schweiz gehen sogar noch weiter:

Diesen Schätzungen zufolge wird es in 8 Jahren IPv4 im Internet gar nicht mehr geben!

Torsten:
Ich biete meinen Privatkunden nur noch IPv6-Anschlüsse an, aber ...

... den Geschäftskunden noch nicht einmal dann IPv6, wenn diese explizit nach IPv6 fragen ...
MartinDJR
hajodele:
Ich vermute mal, dass ihr immer noch mit dem Uralt PPTP unterwegs seit.

Im Eingangsbeitrag hieß es aber:
Zwar gelingt es mir, eine Verbindung (egal ob über LAN oder WLAN) aufzubauen, aber nach wenigen Minuten schmiert diese ab ...

Bei PPTP würde es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht erst zum Aufbau einer Verbindung kommen.

Don1893:
daß der Router (Ubee-EVW3226) sich aufhängt und komplett neu startet

Ich habe in anderen Foren von ähnlichen Problemen mit dem Ubee-EVW3226 gelesen. Laut den entsprechenden Forenbeiträgen ließen sich diese Probleme aber durch Austausch des Routers gegen einen TC7200 (oder eben eine ConnectBox) lösen.
MartinDJR
Dienstag, 09.08.2016 um 06:43 Uhr