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peterx

Warum wird ein Peering zw. Unitymedia/Liberty Global und Hetzner verhindert?

Hallo zusammen,

ich (selbst auch Unitymedia-Kunde) betreibe bei Hetzner einen dedizierten Server. Es gibt massive Probleme größere Datenmengen einigermaßen schnell in das Unitymedia-Netz zu übertragen, da Hetzner einen Transit-Provider (Core-Backbone GmbH) bemühen muss, welcher wiederum oftmals zu stark ausgelastet ist.

Zitat Hetzner-Service September 2017: "Mehrere Versuche ein Peering mit Liberty Global über einen Peering Point herzustellen wurden abgelehnt oder nicht bearbeitet. Somit sind wir gezwungen, den Traffic über einen Transit-Provider zu senden."

Warum wurde bisher ein Peering mit Hetzner verhindert, wenn doch die technischen Voraussetzungen perfekt sind (LGI und Hetzner sind u.a. am DE-CIX vertreten)? Wie lautet die Begründung dafür, warum ich als Kunde diese aus technischer Sicht nicht notwendige Behinderung in der Nutzbarkeit hinnehmen sollte?

Grüße

Peter
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8 Kommentare
2017-09-17T10:29:36Z
  • Gelöschter Nutzer
  • Sonntag, 17.09.2017 um 12:29 Uhr
Du erwartest dazu eine Kundenantwort?
2017-09-17T12:40:08Z
  • Sonntag, 17.09.2017 um 14:40 Uhr
Geld, Uneinigkeit darüber wie ein besserer Vertrag aussehen soll?
Solche Verhandlungen sind selten öffentlich, außer wenn eine Seite versucht via Öffentlichkeit den Druck auf die andere zu erhöhen.

Hetzner hat(te) nicht nur mit Unitymedia Peering-Probleme.
2017-09-17T14:45:34Z
  • Sonntag, 17.09.2017 um 16:45 Uhr
hajodele:
Du erwartest dazu eine Kundenantwort?

Am liebsten wäre mir natürlich eine offizielle Antwort. Aber woher bekommen? Der direkt zugängliche UM Customer-Support (Telefonie, Email, Facebook & Twitter) weiß entweder nicht wovon die Rede ist ("Starten Sie zuerst Ihren Router neu ...  es geht immernoch nicht? Dann schicken wir Ihnen einen Techniker raus") oder ist (logischerweise) nicht zuständig, kann dann aber auch innerhalb des Apparats offensichtlich nichts bei einer anderen Stelle anstoßen ("Darauf haben wir keinen Einfluss"). Sehr frustrierend. Ich meine, es wäre einfach schön zu sehen, dass Beschwerden ernst genommen werden und irgendwann jemand hergeht und sagt: "So, jetzt haben wir soviele Beschwerden bekommen, vielleicht machen wirs ja doch nicht richtig. Jetzt lasst uns den Ar*** mal hoch kriegen". Also erwarte ich mir von hier auch keine konkrete Antwort oder besser noch eine Lösung, aber immerhin ist es eine Google-indizierte Diskussion mehr dazu. Steter Tropfen ... 😑

@thomasschaefer
... anderesrum wird aber erst recht ein Schuh draus: Unitymedia "erpresst" bezahlten Transit durch  verweigertes Peering mittels des Drucks beeinträchtigter Kunden auf Ihren Hoster. Zumindest in meinen Augen ein weiterer Schritt zum zwei-Klassen-Internet durch die Hintertür (die Telekom betreibts natürlich im gleichen Maße).
Naja, und es ist ja nicht nur Hetzner, denen die peering policies von UM und Telekom zu schaffen machen. Ich denke schon, dass der "schwarze Peter" hier bei UM liegt.

Es könnte alles so schön sein.
2017-09-21T20:36:02Z
  • Donnerstag, 21.09.2017 um 22:36 Uhr
Über die Schuldfrage äußere ich mich nicht.
Nur soviel, wie man auch anderen Puplikationen entnehmen kann: Je größer ein ISP ist, desto dreister ist er oft zu kleinen. Nur wenn es einen viel viel größeren gibt, dann fängt plötzlich auch eine Telekom an öffentlich zu jammern, so vonwegen "over the top" - und die anderen verdienen angeblich mehr....

Aktuelles Beispiel der Chef dieser Veranstaltung hier:
https://www.golem.de/news/liberty-global-unitymedia-mutterkonzern-hat-probleme-mit-amazon-1709-130163.html

Kundenhotlines (auch bei Telekom hatte ich das Spiel schon hinter mir, dass meine DSL-Leitung drei mal gemessen wurde, obwohl ein IPv6-Peering der Telekom im Internet komplett im Eimer war) haben heute nur noch das (allernötigste) Wissen, an technischen Hintergrund mangelt es oft.
Das wundert mich auch nicht. Selbst beim nicht technischen Teil der Kundenbetreuunng machen es die Unternehmen ihren Mitarbeitern sehr schwer - oder wer kennt schon alle Tarife der letzten Jahre, deren Laufzeiten, mit Ausnahmen für bestimmte Personengruppen und Rabattaktionen/ Kombinationen? Wenn man den Dschungel studiert hat, ist kein Platz mehr dafür im Hirn, dass das Internet hinterm Router vom Kunden auch weiter geht - und nicht immer perfekt organisiert ist.

Die großen ISP vergessen natürlich immer ,dass ein solcher Streit auch zu Lasten der eigenen Kunden geht - also immer bemerkbar machen oder den ISP wechseln, wenn es allzu schlimm wird.
2017-09-22T15:40:39Z
  • Freitag, 22.09.2017 um 17:40 Uhr
peterx:
Warum wurde bisher ein Peering mit Hetzner verhindert, wenn doch die technischen Voraussetzungen perfekt sind (LGI und Hetzner sind u.a. am DE-CIX vertreten)?

Sieh es doch mal aus Sicht von Liberty Global: Die sind ja nicht nur in Deutschland aktiv, sondern in zahlreichen europäischen Ländern, sowie in Süd- und Mittelamerika. Wenn sie in Frankfurt mit Hetzner peeren, dann müssen sie auf eigene Kosten die Daten von dort aus quer durch Europa und nach Amerika transportieren. Hetzner zahlt dagegen nur die (schon vorhandene) Leitung nach Frankfurt. Während also Hetzner Transit-Kosten spart, wird das Backbone von Liberty Global stärker belastet. So richtig fair ist das - zumindest wirtschaftlich betrachtet - nicht.

Ich persönlich finde, dass hier Hetzner am falschen Ende spart. Eine gute Anbindung ist ein wichtiges Kriterium für die Wahl einer Hosters und sie können sich nicht "es liegt an den anderen" herausreden.
2017-09-22T19:34:36Z
  • Freitag, 22.09.2017 um 21:34 Uhr
Ja, "auf eigene Kosten die Daten von dort aus quer durch Europa und nach Amerika transportieren" ist deren AUFGABE, für die ich als Endkunde jede Menge Geld bezahle (und der Traffic von Hetzner wird nebenbei auch noch von mir bezahlt). Ich will den Rest überhaupt nicht vertiefen, denn als letztendlich Leidtragender bekommt man aufgrund der schieren Aussichtslosigkeit etwas in Bewegung zu setzen schon Magengeschwüre. Naja zumindest fast. Die Situation wird von Hetzner sehr hübsch und schlüssig zusammengefasst: https://wiki.hetzner.de/index.php/Double_Paid_Traffic

Aber mal etwas pragmatischer. Bei wem bekomme ich denn als Mini-Kunde ~2 TB/Monat wirklich performanten Traffic zur DTAG und LG/UM?
2017-09-23T08:00:52Z
  • Samstag, 23.09.2017 um 10:00 Uhr
@peterx...wenn du bereits weisst, dass hier nur Kunden helten und du ebenfalls weisst, dass dir der UM-Support nicht wirklich weiterhelfen kann, dann sollte Dir eigentlich auch bewusst sein, dass du von 'offizeller' Seite dazu kein Statement bekommen wirst Aber du hast schon Recht. Man kann es ja trotzdem versuchen
2017-09-23T08:50:12Z
  • Samstag, 23.09.2017 um 10:50 Uhr
peterx:
Ja, "auf eigene Kosten die Daten von dort aus quer durch Europa und nach Amerika transportieren" ist deren AUFGABE, für die ich als Endkunde jede Menge Geld bezahle

In nationalen Backbone bis zum Endkunden verteilen? Ja (auch wenn das manche Provider laut Hetzner anders sehen).
Quer durch Europa oder über den Atlantik? Nur, wenn dies unbedingt nötig ist.

Bei einem fairen Peering sollten die Transportkosten für beide Parteien ungefähr gleich hoch sein.
Anscheinend peert aus diesem Grund kein einizger irischer oder rumänischer Provider mit Hetzner. Warum sollte es dann Liberty Global, die auch viele Kunden in Irland oder Rumänien haben?

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