Diese Website verwendet Cookies, um Dein Surferlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst Du der Verwendung von Cookies zu.   Erfahre mehr.
Zustimmen
Diese Community verwendet Tracking-Tools Matomo zur Verbesserung des Angebots. Mit Zustimmung hilfst Du uns unsere Seite zu verbessern und akzeptieren unsere Datenschutzerklärung. Vielen Dank!   Erfahren mehr.
Zustimmen Nicht Zustimmen
Achti

Freie Routerwahl

Hallo zusammen, eben gelesen - gilt das auch für Unitymedia?

Urteil: Routerfreiheit gilt auch für Bestandskunden
Stand: 07.02.2017    Drucken
Netzbetreiber dürfen ihren Kunden nicht mehr bestimmte Router vorschreiben. Weil manche diese Freiheit aber nur Neukunden einräumen wollten, hatte die Verbraucherzentrale NRW ein gerichtliches Eilverfahren eingeleitet.
Das Wichtigste in Kürze:
Ein Gericht hat nun festgestellt: Die neue Routerfreiheit gilt sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden.

Einige Anbieter hatten Bestandskunden die erforderlichen Zugangsdaten verweigert. Zu Unrecht, urteilten die Essener Richter nun gegen die GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH.

Wenn Sie Ihren Router wechseln wollen, können Sie von Ihrem Netzbetreiber also die Zugangsdaten verlangen.

Foto: andifink / Fotolia.com
Die Routerfreiheit gilt auch für Bestandskunden. Das hat das Landgericht Essen (Az.: 45 O 56/16) in einem Urteil gegen die GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH festgestellt. Auf Antrag der Verbraucherzentrale NRW untersagte das Landgericht Essen dem Anbieter nun per Urteil, die Herausgabe der erforderlichen Zugangsdaten an Bestandskunden zu verweigern.
Der Hintergrund: Bis vor einem halben Jahr konnten Netzbetreiber ihren Kunden vorschreiben, ausschließlich von ihnen bereitgestellte Endgeräte für den Breitbandanschluss zu nutzen. Andere Router konnten nur eingesetzt werden, wenn Anbieter die Zugangsdaten für Internet und Telefonie (Voice over IP) zur Verfügung stellten. Doch das verweigerten Netzbetreiber wiederholt.
Seit 1. August 2016 gibt es die Routerfreiheit
Der Gesetzgeber hat diesen "Routerzwang" abgeschafft. Das Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) sieht die Routerfreiheit ausdrücklich vor. Seit dem 1. August 2016 dürfen Netzbetreiber den Anschluss an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn der Router bestimmte technische Anforderungen erfüllt. Sie müssen ihren Kunden die Zugangsdaten und Informationen mitteilen.
Unklar war bislang jedoch, ob dies nur für Neuverträge gilt, oder ob Verbraucher auch bei bestehenden Verträgen den Router frei wählen dürfen. Geklärt wurde diese Frage nun am Beispiel eines Bestandskunden der GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH. Weil ihm die Herausgabe der Zugangsdaten verweigert worden war, hatte die Verbraucherzentrale NRW gegen den Anbieter vor dem Landgericht Essen ein gerichtliches Eilverfahren eingeleitet. Dort teilten die Richter die Auffassung der Verbraucherzentrale NRW. Das Urteil: Die Routerfreiheit gilt auch für Bestandskunden
Speichern Abbrechen
Konnte dir geholfen werden?
  • Ja
Dieser Beitrag wurde geschlossen.
Es ist nicht möglich, Kommentare zu schreiben. Du kannst aber jederzeit eine Frage stellen.
Frage stellen
7 Kommentare
2017-02-07T19:21:15Z
  • Gelöschter Nutzer
  • Dienstag, 07.02.2017 um 20:21 Uhr
Die ganze Community ist seit 1.8.2016 voll von.diesem Thema.
Die einzige Folge des Urteils für UM ist, dass sie jetzt auch Uraltkunden umstellen müssen.
2017-02-07T20:04:09Z
  • Dienstag, 07.02.2017 um 21:04 Uhr
Naja, ich dachte halt- anderes Bundesland, also betrifft es Unitymedia erstmal nicht.
Oder bekommt man jetzt nun doch als Alt-Bestandskunde mit Vertrag vor 2013 die Zugangsdaten für eine frei im Handel gekaufte Fritzbox ?
2017-02-07T20:22:36Z
  • Gelöschter Nutzer
  • Dienstag, 07.02.2017 um 21:22 Uhr
Habe die Meldung bei Heise gelesen:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Landgericht-Routerfreiheit-gilt-auch-fuer-Bestandskunden-3619546.html
Zumindest in NRW wird sich UM nicht mehr mit dem scheinheiligen Argument querstellen können, weil das "ominöse bis desaströse System" das nicht mitmache. Es wurde eindeutig ein Präzedensfall geschaffen, der auch auf andere Bundesländer wie Hessen und BW übertragbar ist. Wenn UM das nicht einsieht, muss halt erneut geklagt werden. Es ist dabei nicht undenkbar (gleichwohl unwahrscheinlich), dass ein anderes Landesgericht (Hessen, BW) gegen die Routerfreiheit für ältere Bestandkunden entscheidet.

PS: Die Routerfreiheit ist gleichsam wie die Demokratie ein schwer erkämpftes Recht, das verteidigt werden muss!
2017-02-07T21:20:11Z
  • Dienstag, 07.02.2017 um 22:20 Uhr
Wahrscheinlich wieder ein administrativer Aufwand, der die wahnsinns "Kosten" explodieren lässt. Auf mehreren Ebenen gibt es jetzt Probleme für die Provider: 1. Daten, Datenschutz, Datenbanken. 2. Supportaufwand,Callaufkommen,  Fehlersuche, Vorgaben Bundesnetzargentur (Einstrahlung) 3.Weniger  Profite für die Mietgeräte und zusätzliche Telefondienstleistungen, weil jeder dann z.B. per Voip über Sipgate geht .. 

Ich erinnere mich noch vor 16 Jahren, da habe ich mir einen DSL-Anschluss bestellt. Mir wurde da eine Teledat zu gesendet mit einem Curver, dass bei der Post nach Vorlage des Ausweises abgeholt werden musste. In dem Curver waren dann die Zugangsdaten enthalten, mit einem T-Online Paket(Müllsoftware). Die Teledat war offiziell ein Modem.Dieses Modem hat nur ein IP-Adresse bezogen und geschaut ob der Port frei ist. Da war dann auch das Spielchen, man darf nur ein PC anschließen, bis sich alle ein Router gekauft haben.

Warum kann der Provider nicht eine kleine Netzwerk-Box+LED für die Antennendose zur Verfügung stellen, so groß wie eine Zigarettenschachtel mit einem 1 Gigabyte Rj45er-Zugang und TAE-Zugang. Ab dieser Seite kann jeder sein Router anschließen.Pegelwerte können bis zur dieser Box ausgewetet werden. Wer noch Router benötigt der kann dann noch zusätzlich eine Fritzbox mieten.

Ich habe hier den Eindruck, dass die Knickelhirne im Managmant echt nicht damit gerechnet haben, dass es eine Routerfreiheit geben wird. In diesem Fall ein strategische Fehlentscheidung, eher der Blick auf die dängelnden Beine der Vorstandssekretärin .... da werden wieder in der Herachiepyramide John Malone und Blackrock wieder böse sein..
2017-02-09T07:54:50Z
  • Donnerstag, 09.02.2017 um 08:54 Uhr
Für die Praxis bedeutet das erstmal gar nichts.
2017-02-12T13:51:03Z
  • Sonntag, 12.02.2017 um 14:51 Uhr
Bindend ist das Essener Urteil nur für Gelsen-Net. Bestandskunden anderer Provider müssten also womöglich ihr Recht gesondert einklagen.
2017-02-12T17:14:43Z
  • Sonntag, 12.02.2017 um 18:14 Uhr
Gerichtsurteile gelten erst einmal nur für den den Verurteilt würden. Da UM das nicht ist ist die Antwort klar nein gilt nicht.
Jetzt kommt das aber. Die Chance dass wenn einer noch mal mit einem anderen Provider vor Gericht zieht natürlich höher ist, dass dieses Gericht dann ähnlich entscheidet.