Diese Website verwendet Cookies, um Dein Surferlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst Du der Verwendung von Cookies zu.   Erfahre mehr.
Zustimmen
TinaBall

Gewerbsmäßiger Betrug? Auftrag ohne Auftrag

Liebe Community,

mich würde interessieren ob hier jemand ähnliche Probleme/Erfahrungen gemacht hat und wenn ja wie vorgegangen wurde. Einen Eintrag habe ich bereits gefunden aber der wurde leider geschlossen und ich konnte keine Frage stellen (siehe unten).

Ich habe auf meiner aktuellen Rechnung den Posten "digitaler Kabelanschluss" entdeckt, den ich nie bestellt habe (ich besitze nicht mal einen Fernseher). An der Telefonhotline teilte man mir auf meine Nachfrage hin mit, ich hätte diesen sehr wohl bestellt. Wie genau ich die Bestellung getätigt haben soll konnte man mir nicht mitteilen, es hätte wohl per Telefon oder an der Tür oder vielleicht auch an einem Stand gewesen sein müssen. Ich habe nie etwas dieser Art getan. Das Widerrufsrecht ist abgelaufen und der Vertrag beläuft sich auf 12 Monate. Laut desinteressiertem Servicemitarbeiter kann ich nichts machen.

Ich gerade ziemlich fassungslos! Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß Rat?

Diesen Post gab es vor einigen Monaten zum gleichen Thema:
"Liebe Community,

ich fühle mich durch die Fa. UnityMedia (UM) massiv betrogen und möchte euch daher um Rat fragen, wie ich mich dagegen wehren kann oder was ich tun kann.

Situation: Letztes Jahr habe ich einen Internetvertrag mit UM abgeschlossen. Aufgrund einer großen Unzufriedenheit mit der Leistung und den immer wiederkehrenden Problemen, bin ich froh gewesen, den 24 Monate laufenden Vertrag aufgrund einer Preiserhöhung vorzeitig kündigen zu können.
Als mich, als Reaktion auf die Kündigung, ein Mitarbeiter von UM anrief, teilte er mir u.A. mit, dass die Kündigung nur für meinen Internetvertrag gilt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist mir nicht bekannt gewesen, dass anscheinend ein weiterer Vertrag mit UM bestand.
Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass es sich um einen Kabelfernsehen-Vertrag handelt, den ich drei Monate nach meinem Internetvertrag telefonisch abgeschlossen hätte - Ich besitze seit 16 Jahren gar keinen Fernseher und dieses Telefonat gab es nie!
Bei einer genauen Prüfung meiner Kontobewegungen musste ich entsetzt feststellen, dass die o.g. Firma bei mir seit geraumer Zeit zusätzliche ca. 20€ monatlich abbucht. Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass ich einen Brief von UM bekommen hätte mit dem Vertragsabschluss, dem ich nicht widersprochen habe und damit einen 24 Monatigen Vertrag abgeschlossen habe. Dieser ist mir nicht bekannt. Zudem wurde das Sepa- Lastschriftmandat, welches ich UM für den Internetvertrag erteilt habe einfach erweitert – ohne meine Zustimmung. Ein Blick in das Internet hat mir gezeigt, dass ich nicht der Einzige bin, der Opfer dieser Geschäftspraktiken wurde. So etwas ist für mich gewerbsmäßiger Betrug!

Was kann ich dagegen unternehmen? Ich habe UM schriftlich aufgefordert den unrechtmäßigen Vertrag zu annullieren und mir den entstandenen Schaden zu ersetzen - darauf kam nie eine Antwort. Habe meine Bank angewiesen keine weiteren Abbuchungen durch diese Firma zuzulassen und habe die letzten zwei Abbuchung rücküberweisen können. Versuche gerade zudem alle widerrechtlichen Abbuchungen rücküberweisen zu lassen. Bisher ist mir dadurch ein für mich erheblicher Schaden entstanden. Die Bundesnetzagentur an die ich mich auch gewandt habe, hat mir empfohlen Anzeige gegen Unbekannt zu stellen."

Speichern Abbrechen
Konnte dir geholfen werden?
  • Ja
Richtige Antwort
2018-05-28T14:17:51Z
  • Montag, 28.05.2018 um 16:17 Uhr
Hallo Tina,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Im Regelfall sind Widerrufe problemlos per Anruf oder per Mail ( kundenservice@unitymedia.de) möglich.

Ja, es gibt gelgentlich Beschwerden über nicht gebuchte Produkte, wie den Kabelanschluss in deinem Fall. Da raten wir dringend dazu, uns dies als Email zu schicken, damit wir der Sache nachgehen können. Das klärt sich nicht so gut am Telefon.

LG
ClaireUM
Dieser Beitrag wurde geschlossen.
Es ist nicht möglich, Kommentare zu schreiben. Du kannst aber jederzeit eine Frage stellen.
Frage stellen
19 weitere Kommentare
2018-05-26T08:59:03Z
  • Samstag, 26.05.2018 um 10:59 Uhr
Die Callcenter bekommen die Kundeninformationen von UM
2018-05-27T10:20:31Z
  • Sonntag, 27.05.2018 um 12:20 Uhr
Normalerweise kommt bei solch einen Auftrag eine Vertragsbestätigung. Widerruft man diese nicht fristgemäß, geht UM davon aus, dass der Inhalt so gewollt ist. Die Masche ist aber nicht neu. Private Vertriebler melden fiktive Aufträge an UM, um dafür Provisionen zu kassieren. UM geht davon aus, dass diese online gemeldeten Aufträge so vom Kunden gewollt sind. Esibt aber auch Fälle, wo der Kunde gar keine Auftragsbestätigung erhalten hat. Letzlich muss UM nachweisen, wie der Auftrag zustande kam und muss im Einzelfall geprüft werden.

MfG
2018-05-27T10:32:25Z
  • Sonntag, 27.05.2018 um 12:32 Uhr
Außerdem muss im Zweifel UM nachweisen, das bei fehlender Auftragsbestätigung diese rausgegangen und beim Kunden angekommen ist. Wenn keine AB angekommen ist, besteht immer noch die Widerrufsfrist, da die erst mit Erhalt der Auftragsbestätigung beginnt.
2018-05-27T18:16:48Z
  • Sonntag, 27.05.2018 um 20:16 Uhr
Vor allen müssen die erst mal belegen, wie derKunde den Auftrag angeblich wissentlich gestellt hat.

MfG
2018-05-28T05:17:54Z
  • Montag, 28.05.2018 um 07:17 Uhr
Nein, das ist so nicht (mehr) richtig. Wenn eine AB versendet wird und der Kunde nicht widerspricht, gilt der Vertrag als geschlossen. Das ist (leider) europäische Rechtssprechung.
2018-05-28T07:17:45Z
  • Montag, 28.05.2018 um 09:17 Uhr
Torsten:
Nein, das ist so nicht (mehr) richtig. Wenn eine AB versendet wird und der Kunde nicht widerspricht, gilt der Vertrag als geschlossen. Das ist (leider) europäische Rechtssprechung.

Wenn das wirklich genau so stimmt, wundere ich mich, dass man von keinem Geschäftsmodell hört, bei dem gleich eine AB zum Produkt geschickt wird und im Hintergrund die Inkassofirma stand by steht.
2018-05-28T07:39:02Z
  • Montag, 28.05.2018 um 09:39 Uhr
Plumper:
Torsten:
Nein, das ist so nicht (mehr) richtig. Wenn eine AB versendet wird und der Kunde nicht widerspricht, gilt der Vertrag als geschlossen. Das ist (leider) europäische Rechtssprechung.

Wenn das wirklich genau so stimmt, wundere ich mich, dass man von keinem Geschäftsmodell hört, bei dem gleich eine AB zum Produkt geschickt wird und im Hintergrund die Inkassofirma stand by steht.

Erstmal muss ja ein Vertrag geschlossen werden, egal auf welchem Weg. Leider ist es halt so, daß die nicht sauber arbeitenden Callcenter nie ganz aussterben werden.
2018-05-28T10:56:54Z
  • Montag, 28.05.2018 um 12:56 Uhr
Nachtrag: unitymedia hat auf Grund dieses Posts den Auftrag rückwirkend storniert. Ich bin gespannt ob das wirklich klappt.
Richtige Antwort
2018-05-28T14:17:51Z
  • Montag, 28.05.2018 um 16:17 Uhr
Hallo Tina,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Im Regelfall sind Widerrufe problemlos per Anruf oder per Mail ( kundenservice@unitymedia.de) möglich.

Ja, es gibt gelgentlich Beschwerden über nicht gebuchte Produkte, wie den Kabelanschluss in deinem Fall. Da raten wir dringend dazu, uns dies als Email zu schicken, damit wir der Sache nachgehen können. Das klärt sich nicht so gut am Telefon.

LG
ClaireUM
2018-05-28T17:31:52Z
  • Montag, 28.05.2018 um 19:31 Uhr
Hallo Tina,


mir ist genau das gleiche passiert. Mir wird seit 4 Monaten ein digitaler Kabelanschluss berechnet, obwohl ich nie einen Auftrag für solch einen Anschluss abgeschlossen habe und ebenso keinen Fernseher besitze. Der oben vorgeschlagene Weg, eine Mail an UM mir dem Sachverhalt zu schreiben, hat bisher nicht funktioniert.


Daher nun der Versuch über diesen Weg.


VG

Manuel