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MichaelUM

Was es über IPv4 und IPv6 zu wissen gibt

Als die IPv4-Adressen knapp wurden...


Das Internet wächst unaufhörlich und selbst die mutigsten Einschätzungen über seine Popularität zum Zeitpunkt seiner Erschaffung sind längst überholt.

All deine Geräte, wie Computer, Tablets und Smartphones, benötigen eindeutige Adressen, um mit dem Internet verbunden zu sein. Diese sogenannten IP-Adressen sind vergleichbar mit der Hausnummer eines Wohnhauses, das in einer bestimmten Stadt in einer bestimmten Straße steht.

Das ursprünglich eingesetzte Internet-Protokoll in der Version 4 (IPv4) stammt aus dem Jahr 1981 und erlaubt maximal etwa 4,3 Millarden IP-Adressen. Vor 35 Jahren konnten die Entwickler noch nicht absehen, dass das Internet irgendwann so erfolgreich sein würde, dass die zur Verfügung stehenden Adressen nahezu ausgeschöpft sein würden. Deshalb wurde 1998 das moderne Internet-Protokoll IPv6 standardisiert und bietet seitdem einen nahezu unendlichen Vorrat an 340 Sextillionen IP-Adressen.

Die Möglichkeiten des Übergangs


Der Übergang von IPv4 und IPv6 wird durch verschiedene Methoden ermöglicht. Eine davon ist, dass IPv6 hinzugeschaltet wird, ohne IPv4 abzuschalten. Dabei kommt Dual-Stack, ein voll hybrides Netz, zum Einsatz. Auf diese Weise werden jedem Kunden sowohl eine eigene IPv4- als auch mehrere IPv6-Adressen zugewiesen. Allerdings führt dies zu keiner IP-Adressen-Ersparnis. Ganz im Gegenteil, insgesamt werden mehr IP-Adressen pro Kunde benötigt.

Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, nur auf IPv6 zu setzen. Damit wären allerdings Internetseiten, die ausschließlich mit IPv4 arbeiten, nicht mehr zugänglich. Unitymedia hat daher bereits 2012 die sogenannte Dual-Stack Lite Methode, auch DS Lite genannt, eingeführt. Bei dieser erhält jeder Anschluss mehrere öffentliche IPv6-Adressen sowie eine zusätzliche IPv4-Adresse, die von bis 60 User genutzt werden kann. Auf diese Weise können IPv4- sowie IPv6-Inhalte aufgerufen werden.

Für die meisten Anwendungsfälle funktioniert diese moderne Methode ohne Einschränkungen. Jedoch gibt es auch einige Spezialfälle, bei denen DS Lite aktuell noch Probleme verursacht. Zum Beispiel kann von unterwegs der Zugriff auf dein Heimnetzwerk fehlschlagen, da in Mobilfunknetzen und je nach verwendetem Endgerät nur IPv4 zur Verfügung steht. Der Verbindungsaufbau scheitert, weil dein Anschluss per IPv4 von außen nicht erreichbar ist. Erst wenn Dual-Stack auch in den Mobilfunknetzen zum Einsatz kommt, kann dein Handy per IPv6 auf deinen IPv6-Anschluss zu Hause zugreifen. Aus den genannten Gründen gibt es teilweise auch Probleme, wenn du dich per VPN von zu Hause aus mit dem Firmennetzwerk verbinden willst. Allerdings kommen mittlerweile moderne VPN-Systeme bereits mit DS-Lite zurecht.

Wissenswertes über IPv6- und IPv4-Adressen


Die Schreibweise der IPv6-Adresse folgt dem Hexadezimalsystem und umfasst 8 Zahlenblöcke mit jeweils 4 Stellen, welche durch Doppelpunkte voneinander getrennt werden.

Beispiel: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344

Die Schreibweise der IPv4-Adresse folgt dem Dezimalsystem und umfasst nur 4 Zahlenblöcke mit jeweils 3 Stellen, welche durch einen einfachen Punkt getrennt werden:

Beispiel: 198.162.113.195

Daher sind bei IPv4 max. 4,29 Millarden Adressen verfügbar, während es bei IPv6 bis zu 340 Sextillionnen Adressen sind:

IPv4: 4.294.967.296 Adressen
IPv6: 340.282.366.920.938.463.374.607.431.768.211.456 Adressen



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14 Kommentare
2018-11-19T09:13:52Z
  • Montag, 19.11.2018 um 10:13 Uhr
Anonym? Was meinst Du damit? Weder mit IPv4 noch mit IPv6 bist Du anonym.
2019-05-06T08:01:26Z
  • Montag, 06.05.2019 um 10:01 Uhr
Das stimmt so nicht ganz .. mit ipv4 bekommst du eine Adresse, die über einen Gerichtsbeschluss zu deinen Anschlussdaten zurückverfolgt werden kann. Sie ändert sich in der Regel aber von Zeit zu Zeit, wenn keine statische gebucht ist -> Ein Website-Betreiber kann anhand der IP erstmal nicht nachvollziehen, wer du bist. Bei ipv6 bekommst du eine eindeutige Adresse bzw. Präfix/Subnetzbereich. Webseitenbetreiber können also einfach nachvollziehen, wann genau du wieder auf der Seite bist. Oder zb A arbeitet mit B zusammen, du registrierst dich auf A mit deinem Namen für irgendwas -> B weiss auch jetzt anhand der IP, dass genau du, Herr XY, auf der Seite bist.  
2019-05-07T07:14:14Z
  • Dienstag, 07.05.2019 um 09:14 Uhr
Nö, dafür gibts ja die Privacy Extensions Adresse die outbound genutzt wird.
2019-05-07T07:32:30Z
  • Dienstag, 07.05.2019 um 09:32 Uhr
Die Präfixe ändern sich, wie auch die öffentlichen IPv4 Adressen, regelmäßig.
Bei UM bezieht sich das halt auf Monate.
Im Lichte der Ewigkeit ist das nicht mal ein Wimpernschlag, für eine Eintragsfliege sind das viele Generationen.


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