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OneAlex

Internet teilen legal?

Hallo,

bei uns wurde vor ca. 2 Jahren im Ort das Internet von Unitymedia ausgebaut.
Problem ist nur, dass beim Bau unseres Hauses (Haus B), kein Kabelanschluss verlegt wurde, nur ein DSL-Anschluss. Nun ist es so, dass wir meistens nicht einmal 1 mbit über DSL haben und dieses auch aufgrund des bereits von Unitymedia erfolgten Ausbaus nicht mehr ausgebaut wird.
Einzige Möglichkeit wäre, das Internet meiner Verwandten über ein LAN-Kabel oder eine WLAN-Bridge mitzuverwenden. Das Grundstück gehört dem Besitzer von Haus B, es lebt jedoch in beiden Häusern jeweils ein eigener Haushalt.

Ist es illegal das Internet auf diese Weise zu teilen? Es ist dann ja praktisch so, dass Haus B nicht fürs Internet zahlen muss und Haus A nur für den eigenen Haushalt zahlt.

Ich habe eine Grafik erstellt, um es noch einmal besser zu verdeutlichen.
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40 Kommentare
2018-02-05T01:33:59Z
  • Montag, 05.02.2018 um 02:33 Uhr
Wie ein Anschluss genutzt wird, ist unerheblich. Illegal wäre es für mein Empfinden nicht, allerdings kann euch dann Haus A jederzeit "den Saft abdrehen". Wäre es denn nicht möglich, euer Haus an das UM-Netz anzuschließen?
2018-02-05T03:39:00Z
  • Montag, 05.02.2018 um 04:39 Uhr
Das widerspricht so ziemlich allem, was in den Geschäftsbedingungen steht.

Ich stelle mir einfach mal so vor, dass ein Haus mit 5 WE von einem 400Mbit-Anschluß versorgt wird.
2018-02-05T06:14:29Z
  • Montag, 05.02.2018 um 07:14 Uhr
Torsten:
Wäre es denn nicht möglich, euer Haus an das UM-Netz anzuschließen?

Nun ja, UM müsste ca. 50 Meter in der Stichstraße an Kabel verlegen, ich bezweifle, dass das sehr günstig wird. Oder UM verlegt von Haus A, das ist von der Entfernung her aber dasselbe.
Das wäre mir natürlich die liebste Lösung, ich sehe es aber nicht ein tausende von Euros zu investieren.

Würde ich das Kabel selbst verlegen würde die Häuser mit jeweils zwei Stahlseilen über eine nebenstehende Scheune verlegen, da müsste ich nur schauen, wie sich das Kabel mit Frost verhält.

Plumper:
Das widerspricht so ziemlich allem, was in den Geschäftsbedingungen steht.

Ich stelle mir einfach mal so vor, dass ein Haus mit 5 WE von einem 400Mbit-Anschluß versorgt wird.


Wie meinst du das genau? Könntest du das bitte näher erläutern?
2018-02-05T06:22:53Z
  • Montag, 05.02.2018 um 07:22 Uhr
Unitymedia AGBs:
3.4 Der Kabelnetzbetreiber überlässt dem Kunden den Übergabepunkt zur Nutzung. Durch den Kunden veranlasste Mitversorgungen anderer Objekte sind ohne Zustimmung des Kabelnetzbetreibers nicht gestattet.

Die Frage ist nun, ob damit nur die Mitversorgung über den Übergabepunkt gemeint ist, oder auch hinter dem Übergabepunkt.
Kann mir da jemand helfen?

Edit:

4.4 Der Kunde wird ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Kabelnetzbetreibers, die dieser nur aus sachlichen Gründen verweigern darf, die Produkte des Kabelnetzbetreibers Dritten nicht zur ständigen Alleinnutzung überlassen.
Der Kunde wird ferner für alle Entgelte und Schäden aufkommen, die durch die von ihm zu vertretende unbefugte Nutzung der Produkte durch Dritte entstehen.
2018-02-05T07:31:50Z
  • Montag, 05.02.2018 um 08:31 Uhr
Ob es nun gegen die AGBs ist oder nicht und ob der Teil der AGBs so zulässig ist kann dir nur ein Anwalt sagen. Ich jedenfalls kenne ein paar die sich den Internetanschluss teilen.
Was definitiv nicht in Ordnung sein dürfte ist wenn dein Nachbar dir das Internet weiter Verkauft,
Was aber definite wiederum ok ist wenn dein Nachbar ein Gastnetz z.b. Aufspannt das kann ein Verschlüsseltes Wlan sein das er seinen Gästen zur Verfügung stellt oder Freifunk. Da du sicher auch manchmal sein Gast bist kann er dir dann das Password geben.
2018-02-05T07:36:40Z
  • Montag, 05.02.2018 um 08:36 Uhr
Das ist nicht das Problem. Es ist ein naher Verwandter, ich würde einfach das normale Internet verwenden, also ohne Gastzugang und kostenlos.
2018-02-05T10:31:28Z
  • Montag, 05.02.2018 um 11:31 Uhr
Wenn du das Koax-Kabel abzweigst, dann ist es illegal, weil du so Kabelfernsehen nutzen könntest, ohne dafür zu zahlen.
Wem der Anschlussinhaber die Nutzung seines Internets überlässt/erlaubt, hat UM nicht zu interessieren.
Nach aktueller Gesetzlage, ist der Anschlussinhaber auch bei Missbrauch nur dann haftbar, wenn er sich grob fahrlässig verhällt.
2018-02-05T10:38:45Z
  • Montag, 05.02.2018 um 11:38 Uhr
Ilja:
Wenn du das Koax-Kabel abzweigst, dann ist es illegal, weil du so Kabelfernsehen nutzen könntest, ohne dafür zu zahlen.
Wem der Anschlussinhaber die Nutzung seines Internets überlässt/erlaubt, hat UM nicht zu interessieren.
Nach aktueller Gesetzlage, ist der Anschlussinhaber auch bei Missbrauch nur dann haftbar, wenn er sich grob fahlässig verhällt.


Vielen Dank für diese Auskunft!
Solange es also ein normales LAN-Kabel ist, dann ist alles im Grünen Bereich. Das Koax-Kabel für TV benötige ich sowieso nicht.
2018-02-05T11:07:32Z
  • Montag, 05.02.2018 um 12:07 Uhr
Ich mag es einfach nicht so recht glauben, dass dies so rechtlich abgedeckt ist, da es sich um eine geldwerte Dauereinrichtung handelt.
Vielleicht äußert sich noch ein Mitarbeiter dazu.
Das hätte ja zur Folge, dass ganze Wohnhäuser nur noch 1 Anschluß bräuchten. Also ein Wegfall von irgendwo >50% Kunden. Spätestens dann, wenn das Gigabitzeitalter kommt.
2018-02-05T11:09:54Z
  • Montag, 05.02.2018 um 12:09 Uhr
Noch ein Hinweis für "grob fahrlässig":
Der Anschlussinhaber muss die Nutzer explizit darüber aufklären, dass seine Leitung nicht für illegale Zwecke genutzt werden darf.
Er kann auch bei einer gegen Ihn erhobene Anzeige mit dem Finger auf den tatsächlichen Verursacher zeigen.

Wenn dein Nachbar dir seine Internetleitung überlässt, sollte ihm klar sein, dass:
- die Bandbreite ohne Lastverteilung genutzt wird: dass z.B. seine Streamingdienste ruckeln, wenn du mal etwas mehr runter lädst.
- dass ihr euere Netzwerkfreigaben sehen ggf. darauf zugreifen könnt.
- dass theoretisch durch Paketsniffer alle Websiten-Aufrufe protokolliert werden können.
- dass es zu IP-Konflikten kommt, wenn jemand feste IPs zuweist.
- u.s.w.

Ich persönlich würde sowas nur mit folgenden Bedingungen machen:
- getrennte Netze
- Aufteilung der Bandbreite 

Beides ist mit einer Fritzbox möglich.
Damit kann man Haus B über Gastzugang einbinden (LAN4) und mit einem Filter die Bandbreitennutzung begrenzen (bzw. Bandbreite für Hauptnetz reservieren, die der Gastzugang nicht mehr nutzen kann).
https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7490/wissensdatenbank/publication/show/294_WLAN-Gastzugang-privater-Hotspot-einrichten/
Der Link zeigt zwar auf eine 7490. Gleiches gilt jedoch auch für die 6490 oder 6590.

Dann kommt ihr euch nicht mehr in die Quere.
Es bleibt natürlich weiterhin bestehen, dann wenn A die ganze Bandbreite aktuell belegt, B damit leben muss. Anders herum ist es durch den Filter beschränkt.

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    😄