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JSA

Heimnetz in DHH auf 400 MBit auslegen

Schönen guten Tag zusammen, 

wir bauen derzeit eine Doppelhaushälfte und planen unsere Heimverkabelung. Dabei hat uns der Elektriker Vorschläge gemacht bei denen ich vermute man kann es technischen Raffinessen deutlich effektiver gestalten.

Kann/Darf man hier im Forum mal die Experten der Verkabelung fragen, was man vielleicht optimaler gestalten könnte?

Konkret geht es darum, dass im Keller der 400 MBit-Internetanschluss von Unitymedia ankommt und von dort aus in die Stockwerke (EG, OG, DG) verteilt werden muss. Der Vorschlag vom Elektriker ist es in jedes Zimmer Ethernet-Dosen zu legen und Kabel-TV-Dosen zu legen.

Alternativ Ethernetkabel in die Flure der Stockwerke und dort AccessPoints (trotzdem auch Kabel-TV-Dosen in die Zimmer).

Wenn ich mir jetzt z.B. die AVM-Palette so ansehe überlege ich, ob auch ein Szenario möglich ist, in dem z.B. eine FRITZ!Box Cable im Keller steht und per Strom-LAN in den weiteren Stockwerken AccessPoints (z.B. FRITZ!Powerline 1260E WLAN) bedient jeweils im Flur. Wobei ich hier nicht weiß ob Strom-LAN wirklich zukunftsfähig ist falls auch mal ein WLAN auf mehrere Gigabit-Geschwindigkeit geht in der Zukunft. Dann würden nur Cat7-Kabel in die Flure helfen und dort "normale" AccessPoints (802.11 AC und Gigabit-LAN).

Im Wohnzimmer sind aber diverse Geräte welche eine gute Anbindung brauchen (z.B. Blu-Ray Player für HD-Streaming vom Homeserver), was durch Gigabit-LAN besser wäre. Also im Wohnzimmer lieber einen Fritz-Switch inkl. WLAN - falls es sowas gibt?

Und zu allem Überfluss bleibt dann noch die Frage offen, ob man sich die Kabel-TV-Dosen in den Zimmern sparen kann, wenn man die FRITZ!Box Cable nimmt, dort das TV-Kabel reingehen lässt und dann das Signal in das Netzwerk einspeist. Aber geht das auch mit den AccessPoints in den Fluren wie z.B. dem FRITZ!Powerline 1260E WLAN ? Er ist zumindest der Einzige der in der Übersicht eine DVB-C Markierung hat.

Oder ist das egal sobald es einmal ins Netzwerk eingespielt wurde von der FRITZ!Box Cable?
Plus die Frage, ob nur unverschlüsselte Programme überhaupt übertragen werden oder ob auch die verschlüsselten zwar übertragen werden aber halt am Empfangsgerät gesondert entschlüsselt werden können müssen (Horizon-Box vorschalten oder irgendwie die Unitymedia-Kundennummer mit einrichten im Empfänger?)

Am Ende muss das Netzwerk natürlich über das gesamte Haus gespannt sein. Sprich ein Mesh wenn ich das richtig verstanden habe. Pro Stockwerk säße ein AccessPoint und der Übergang sollte fließend möglich sein - auch mit einem DECT-Telefon.

Über die Position der AccessPoints in den Fluren im DG und OG (mittig) denke ich muss man nicht viel nachdenken, im EG könnte die Ausleuchtung leiden weil der AccessPoint / "FRITZ!Switch mit WLAN" eher im hinteren Teil des Stockwerks stehen würde; im Keller bedingt durch den Beton und dem Standpunkt im oberen Teil des Stockwerks ist auch die Frage ob alle Räume gut versorgt werden können. Müsste man hier vielleicht im Stockwerk noch weitere Mesh-Repeater / -Extender installieren?

(Grundrisse können bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden)

Zu allem Überfluss bleibt dann noch Terrasse + Garten. Wahlweise kann die Terrasse vom EG aus mit versorgt werden, der Garten (lang ca. 15 Meter nach Terrasse) könnte eventuell am Ende nochmal einen AccesPoint vertragen. Der müsste aber fast schon wetterfest sein oder in Plexiglas verkleidet werden (Hitzetod im Sommer?)

Und dann würden die 4 Gigabit-Ports der z.B. FRITZ!Box 6490 Cable auch langsam eng (1 Homeserver, 1x EG, 1x OG, 1x DG, eventuell noch ein Extender für den Keller).

Also ja .... da muss einiges durchgeplant werden und leider gibt es neben AVM auch noch diverse andere Anbieter und Hardware. Da weiß man gar nicht was richtige oder beste sein könnte.

Eventuell sehe ich aber den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ich würde ungerne jetzt etwas schlechtes aufbauen und in 5 Jahren das ganze neue Haus wieder aufreißen. Dann wiederum bin ich skeptisch die knapp 2.500EUR beim Elektriker auszugeben für haufenweise Kabel in den Wänden, Patchfelder im Keller, Uplinks im EG zum Keller und einen vergrößerten Sicherungskasten für Router und Modems hinter einer Blechfront.

Bisher habe ich "bloß" eine FRITZ!Box 7490 VDSL - eventuell kann man die als "FRITZ!Switch" im EG weiterverwenden? (muss dann ja eh auf Cable umsteigen für Unitymedia )

Vielen Dank euch schon mal fürs Lesen bis hierher, falls sich der ein oder andere Crack zu dem Thema austauschen möchte wäre ich definitiv um jeden Input dankbar


Mit freundlichem Gruß


Jonathan

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16 Kommentare
2018-06-27T18:55:32Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 20:55 Uhr
Die sinnvollste Lösung wäre, das Modem im Keller aufzubauen. Von dort per LAN in die Zimmer. Damit bedienen wir aber nur den Internetempfang.

So ein Modem hat nur vier Ausgänge, ein HUB hat mehr... Diese HUBs gibt es in allen möglichen Ausführungen und sind preislich gar nicht mal so teuer...

Also Modem - HUB - und dann die EthernetDosen in den Zimmern.

Sofern WLAN auch verfügbar sein soll, kann man an die ein oder andere Dose ein entsprechendes Modul anklemmen. Das können auch ausgediente Modems (7490) sein, die man als AccessPoint einrichtet...

Was die Bandbreite angeht, 400 MBIT sind schon recht ordentlich. Ich laste die hier zu Hasue wirklich allerseltenst aus. Und wir haben hier vier PCs, SmartTVs, Handys und das ganze Gebimmel... Wer seinen Anschluss nicht für wirklich spezielle Angelegenheiten nutzt die enorm viel Datenverkehr benötigen, ist das mehr als ausreichend, auch für zwei Familien...

Wie beschrieben, Modem - HUB und bei Bedarf die AccessPoints... Damit wären Sie sehr gut bedient. Und die Ethernetdosen in den Zimmern sind Gold wert. Sie würden es bereuen, wenn sie es nicht machen Preislich muss man da natürlich schauen, aber später umzubauen, oder überall irgendwelche Repeater in den Dosen zu haben macht auch keinen Spass...


Kleiner Nachtrag: Ersparen Sie sich die PowerLine Geschichten. Sie würden sich nur über den Bandbreitenverlust ärgern und früher oder später nach Alternativen suchen... Das führt meisst zu den skurrilsten Installationen, die oftmals von uns Technikern wieder entstört werden muss

2018-06-27T19:56:59Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 21:56 Uhr
Ein Modem hat 1 Ausgang. So ein Gerät könnte man durchaus im Technikraum/Keller unterbringen.
Eine eierlegende Wollmilchsau wie z.B. eine Fritzbox gehört unbedingt in den Wohnbereich, damit sie dort die weiteren Möglichkeiten (DECT, WLAN) auch ausspielen kann.

Deshalb mein Vorschlag:
Von jedem Zimmer (evtl. auch Flur) 1 Doppel-LAN-Kabel (2 Anschlüsse) in den Keller legen.
Im Keller kommt ein Switch mit genügender Kapazität (Anzahl LAN-Anschlüsse) zum Einsatz.

Wie ihr es mit dem klassischen alten TV halten wollt, kann ich nicht beurteilen.
In meiner Umgebung gibt es immer nur max 1 TV/Haushalt.
Ich setze mehr auf IPTV als auf klassisches TV. Insbesondere deshalb, weil es bei UM durch fehlendes Multiroom ganz schön ins Geld geht, wenn man etwas mehr will.

Zu DLAN (und auch WLAN) gebe ich meinem Vorredner absolut recht.
Selbst mit perfektem WLAN ärgert man sich permanent, wenn man spielen will (hausgemachte LAGs). An einer zusätzlichen Abdeckung für Smartphones, Tabletts, Notebooks usw. kommt man selbstverständlich nicht vorbei.
2018-06-27T20:08:17Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 22:08 Uhr
Plumper:
Deshalb mein Vorschlag:
Von jedem Zimmer (evtl. auch Flur) 1 Doppel-LAN-Kabel (2 Anschlüsse) in den Keller legen.
Im Keller kommt ein Switch mit genügender Kapazität (Anzahl LAN-Anschlüsse) zum Einsatz.
Das kommt meiner Variante ja sehr nahe. Wie man die Verteilung gestaltet ist Geschmackssache, wichtig ist nur, die 400 MBits auch nahezu verlustfrei durch das Haus zu jagen...

Doppel LAN macht eine Installation natürlich flexibler, aber auch etwas teurer. Vorteil ist natürlich, man kann direkt zwei Geräte in einem Raum bedienen und muss nicht wieder einen HUB setzen...

Der Einwand war natürlich gut und richtig. Und wenn man ohnehin schon Kabel durch das Haus legt, kommt es auf eins mehr oder weniger auch nicht mehr an...

Der Switch, oder HUB sollte in jedem Fall so hoch dimensioniert werden wie möglich. Derzeit sind die geläufigsten die genannten Gigabit-Anschlüsse. Auch aktuelle PCs haben diese Anschlüsse... Da gibt es dann auch keine Probleme mit dem Datenverkehr (Flaschenhalsprinzip).
2018-06-27T20:45:52Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 22:45 Uhr
Hallo ihr beiden,


erstmal vielen Dank für eure schnellen und umfangreichen Antworten!

DLAN hatte ich schon irgendwie im Verdacht, dass es nicht das wahre ist. Für den Moment vielleicht ja, aber langfristig tja...


Die Netzwerkdosen in den Zimmern sind für mich weiterhin fraglich. Stationäre PCs sehe ich in der Zukunft nicht mehr (maximal noch für mich als bequemer Arbeitsrechner, Kinder wachsen aber mit Laptop / Smartphone / Tablet auf). Und für den Arbeitsrechner brauche ich keine ping < 20ms. Auch werden Kühlschrank, Kaffeemaschine und sonstige Smarthome-Geräte komfortabler per WLAN versorgt, was die bessere Ausleuchtung nochmal höher priorisiert.


Bei der Frage ob Switch oder Hub würde ich eigentlich eher zum Switch tendieren - denn warum sollte man unnötiger Weise Datenpakete quer durchs Haus jagen wenn man die Zielebene kennt. Dann wiederum ist die Frage wie es beim Mesh funktioniert? Es müsste ja theoretisch überall hin geschickt werden, weil man nicht weiß in welchem AccessPoint-Bereich sich das Gerät derzeit befindet, oder?


Gleiches gilt für die "eierlegende Wollmilchsau wie z.B. eine Fritzbox" im Wohnzimmer. Grundsätzlich sehe ich das WLAN im ganzen Haus, genau wie den DECT Empfang. Steht die Fritzbox im Wohnzimmer und ich gehe mit dem Telefon 2 Stockwerke hoch soll das Gespräch weiterlaufen. Das heißt für mich pro Stockwerk eine Fritzbox und eine davon muss die Hauptsteuerung übernehmen (DHCP + Router/Modem). Die kann dann ruhig im Keller stehen und somit nah am Hausanschluss, bevor ich noch mit Uplinks hantieren muss und alles vom Hub im Keller ins Wohnzimmer hochrouten muss und vom Wohnzimmer wieder zurück in den Keller Richtung "Internet"


Was mich gerade auch noch mal hellhörig hat werden lassen ist das fehlende Multiroom von UM. Das bedeutet, dass wenn ich das Signal im Keller empfange und auf 4 Räume aufteile, jeder Raum eine Horizon-Box haben muss um das Signal verarbeiten zu können? Oder geht der unverschlüsselte Teil auch ohne Box (sprich die bekommt der "Haupt-TV" und die restlichen Räume gucken halt bloß normales Zeugs)? Weil dann stimmt es, dass in den restlichen Räumen auch das Signal übers LAN übertragen werden kann (Frtizbox Cable sei dank) und ich spare mir die Antennenkabel in die Räume.

2018-06-27T21:10:23Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 23:10 Uhr
Cooles Projekt. Und endlich mal jemand, der sich mal so richtig Gedanken dazu macht.

Zwei Anmerkungen einfach noch mit reingeworfen:
1.) Netzwerkdosen in den Räumen Ja/Nein
Jeder kennt doch sicher das Problem, dass genau in der Ecke wo man es benötigt keine Steckdose hat und wieder mit Verlängerungskabeln anfängt.
Im Zeitalter von IoT möchte ich nicht wissen, was noch alles mit Netzwerk ausgestattet werden wird. Irgend wann will man dann in einem Zimmer doch ein Gerät anschließen, wo ein Kabel besser wär als irgend ein WLAN (IPTV, NAS-Server ...) und man froh wäre, wenn es dann ein LAN Kabel geben würde.
Also mehr getrieben aus der Angst, es könnte später doch fehlen. Nachrüsten ist dann meist nicht so elegant möglich.

2.) DECT Telefone
Ich glaube ich würde versuchen davon los zu kommen. Wenn es ein sauberes WLAN über alle Stockwerke inkl. Außenbereich gibt, dann würde ich komplett auf VoIP wechseln und die ganzen DECT repeater (die oftmals das WLAN stark beeinflussen) komplett weg lassen.
Da könnte man sogar mit Softphones auf den vorhandenen Mobiltelefonen arbeiten usw.

Das sind jetzt nur weitere Gedanken, die mir durch den Kopf gehen würden wenn ich alles neu machen könnte.


2018-06-27T21:25:48Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 23:25 Uhr
Hubs (LAN) findest du nur noch im Museum

Bei mir funktioniert DECT über 3 Stockwerke, beim WLan nimmt die Leistung deutlich ab.
Man braucht dazu übrigens nicht unbedingt eine Fritzbox, nur sollte zumindest für diese Geräte eine LAN-Verbindung geplant werden.

Nur eines muss absolut klar sein: WLan + Gamer = 2 Welten stoßen aufeinander..
Mein Sohn hat eine XboxOne, einen GamingPC am GBIT-Lan sowie sein Smartphone und Notebook am WLan.

Basis-TV geht natürlich.
Es fängt aber schon an, wenn man nur RTL & Co in HD schauen will.
Da braucht man dann jeweils einen extra Vertrag oder man trixt sich was über Horizon Go zusammen.

2018-06-28T08:29:58Z
  • Donnerstag, 28.06.2018 um 10:29 Uhr

Ich kann mich Plumper nur anschließen.

Wenn du keine LAN in die Zimmer legst, wirst du es bereuen!

Wenn man schon eine Haus neu baut, sind die paar € für die Verkabelung gut investiert.

Power-Line ist eine Pest und das letzte Mittel der Wahl, wenn keine Kabelverlegung möglich ist!


Ein Gaming-PC oder Gaming-Notebook gehört an ein Gbit-LAN. Da gibt es keine Diskussionen - sonst kann man sich das Geld auch gleich sparen und eine 400€-HP-Gurke kaufen.


Auch, dass die Fritzbox im Keller nichts zu suchen hat, kann ich nur unterschreiben. Außer man nimmt eine günstige und betreibt die als Bridge für die anständige FB im Wohnzimmer oder Flur.


Wenn das Haus Fußbodenheizung haben wird, kommst du nicht drum herum, auf jedem Stockwerk einen AP zu installieren. Durch die Decken kommt nämlich kein WLAN mehr vernünftig durch.

Da mach es Sinn, diese jeweils entweder zentral im Flur aufzustellen oder in einem zentralen Zimmer/Besenkammer. Keinesfalls Küche oder Bad!

Von da muss auch je ein (oder besser 2) Kabel in den Killer gehen, wo mittels Patch-Panel und Patchkabeln bei Bedarf ein Switch eingesetzt werden kann.

https://microsoft-programmierer.de/Daten/Images/2/Image_2178_1.jpg

Wenn du am Anfang kein Gerät hast, was zwingend an LAN angeschlossen werden muss, kannst du dir den Switch sparen.


Eine TV-Dose in jedes Zimmer halte ich persönlich tatsächlich für überholt. IPTV (FritzBox) über Laptop oder Tablet oder Smartphone ist viel praktischer als ein TV-Gerät in jedem Zimmer.

Nur wenn es um PayTV geht, kommt man glaube ich nicht drum herum.


Hier ein konkretes Beispiel:

Im Keller und im Wohnzimmer kommt je eine MMD - aber nicht durchschleifen, sondern dur UM-Techniker parallel anschließen lassen.

In Wohnzimmer die FritzBox aufstellen. Diese versorgt das EG schon mal mit WLAN und ggf. TV oder Bluray-Player mit LAN. Im Wohnzimmer auf alle Fälle Doppel-LAN-Dose, dann kann ein Kabel von der FritzBox in den Keller zum Patch-Panel und von dort in jedes beliebige Zimmer geleitet werden. Das nutzt du dann dafür, um im OG einen AP einzubinden. Wenn auch noch DG versorgt werden soll und WLAN aus OG nicht durchdringt, dann entweder 3x LAN aus Wohnzimmer legen oder doch Switch im Keller. Da kann man experimentieren. Evtl. kommt das Signal aus dem AP im DG auch im OG an, sodass man sich im OG einen AP sparen kann.

2018-06-28T21:47:47Z
  • Donnerstag, 28.06.2018 um 23:47 Uhr
Oh boy, da sind ja einige Nachtschwärmer hier unterwegs

Danke nochmal auch an die weiteren Leute die sich eingeklingt haben.

Vorweg: jepps, Fußbodenheizung. Daher wohl dank Aluminium-Dampfsperre im Boden gut geschirmte Stockwerke...


In erster Linie werde ich mal vom Geld her rückwärts planen müssen, daher suche ich nach der "besten und günstigsten Variante" und mit jedem Euro der locker ist würde ich aufbessern.


Was ich bisher für mich festgelegt habe:

1) DLAN ist nix => Cat is King

2) Antennendosen sind old-school (außer beim Haupt-TV wegen verschlüsselten Programmen und Horizon-Box) => FRITZ!Box Cable-Streaming im ganzen Haus versorgt Schlafzimmer, Kinderzimmer, sogar Terrasse und Klo (Smartphones/Tablets)

3) erste Prämisse hat nicht das Zocken


Daher wäre die "billigste" Ausbaustufe, dass:


- eine neue Main-FRITZ!Box Cable als "Master-AccessPoint" (Master-AP) für Modem/Router im Keller steht für Verbindung ins WAN und DHCP-Steuerung auf MAC-Basis, sowie Einspeisen TV-Signal ins LAN

- die 4 Ports werden belegt für die "Slave-APs" in den oberen Stockwerken: 1) wired-AP EG, 2) wired-AP OG, 3) wired-AP DG bzw. 4) HomeServer direkt neben der Box

- Kabel kommen aus der Wand (jeweils Aufputz-Dose) und direkt in die FRITZ!Box ohne Patchfeld

- die wired-APs in OG (Obergeschoss) und DG (Dachgeschoss) können nix außer 1x LAN-Input und dann WLAN-Output

- der wired-AP im EG (Erdgeschoss) ist meine alte FRITZ!Box 7490 mit 4xLAN + WLAN. Davon 1x LAN = Verbindung in den Keller und 3x LAN = Verbindung für Wohnzimmer-Geräte (z.B. BluRay-Player, TV, TV-Box). Der müsste ja als Switch fungieren können, oder? Obwohl er keinen klassischen Uplink hat? (was wegen Auto Uplink-Technologie auch nicht mehr dediziert nötig ist?)

- alle APs (Keller/EG/OG/DG) haben die selbe SSID und selbes PW => damit fließender Übergang möglich im ganzen Haus

- aber müssen alle 4 APs dann das selbe Modell sein? Oder kann ich im OG und DG auch "billige" APs einsetzen mit wirklich nur 1xLAN-Input? Fände es doch etwas übertrieben im OG und DG eine ganze FRITZ!Box an der Wand hängen zu haben. Wobei es halt blöd wäre wenn dann gewisse Funktionen nicht kompatible sind, wie DHCP durch den Master-AP oder aufgespannte durchgängiges Gast-Netzwerk (weil es dafür keine händlerübergreifenden Standards gibt?).


Was dann noch offen ist: wie wird im Haus telefoniert?

- VoIP hat nicht den besten Ruf, hier und da hieß es die Verbindung könnte stocken (weil halt frame-based Übertragung im LAN)

- DECT hat aber keine Möglichkeit von z.B. AP-EG zu AP-DG nahtlos zu übergeben; sprich die Verbindung reißt beim Treppensteigen irgendwann ab, man muss das Telefon in den AP-DG einwählen lassen und dann neu anrufen

- In dem Fall wäre es sicherlich am sinnvollsten den zentralsten AP als "die DECT-Station" zu definieren. Das wäre OG (1. Stock), weil im Keller eher selten telefoniert wird.

- Oder muss immer zwingend der Main-AP (Keller) auch die DECT-Station sein und deshalb wollt ihr alle immer die Master-Box ins EG stellen und mit Uplinks in den Keller zum Moden hantieren?

- Alternativ könnte man noch DECT-Repeater einsetzen (gibt es ja bei AVM zu kaufen)


---------------------

Das wäre Ausbaustufe "gut und günstig".

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-2. Stufe wären Leerrohre in die wichtigsten Zimmer mit Blenden auf den Dosen

-3. Stufe wären dann ein Patchfeld im Keller mit Switch und zusätzlich LAN-Dosen in ausgewählten Räumen (Kinderzimmer + Büro)

-4. Stufe wäre eine Doppel-LAN-Dose im EG (neben der Einzeldose für die alte FRITZ!Box) um Anbindung TV/TV-Box/BluRay-Player nicht über die alte FRITZ!Box laufen lassen zu müssen sondern dediziert

-5. Stufe wären Doppel-LAN-Dosen in den ausgewählten Zimmern

-6. Stufe wäre ein RangeExtender auf der Terrasse

-7. Stufe wäre ein weiterer wired-Outdoor-AP auf der Terrasse

-8. Stufe wäre ein weitere AP im Keller falls das Signal 2 Räume weiter schon zu schlecht wird


Da unser Elektriker 25mm Lehrrohre verlegt könnte man sagen, dass ich die 2. Stufe noch wähle (wenn nicht zu teuer). Denn alles weitere könnte man später noch machen. In das 25er Rohr passen angeblich Cat7-TwinKabel rein, sodass man aus der Blende sogar eine Doppeldose machen könnte.


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Bleibt nur die große Quizfrage ob das auch alles so geht wie ich mir das vorstelle mittlerweile

Gerade was die Master-/Slave-Kombinationen der APs angeht (Keller = Master, Rest = Slaves) , die Switch-Rolle des APs im EG oder die DECT-Telefonie im ganzen Haus aus dem OG heraus oder über AVM-Repeater implizit in den Slave-APs drin.


Zu guter Letzt könnte man dann noch darüber nachdenken die Slave-APs in OG und DG zu verstecken. Das heißt, wenn eh Kabel aus dem Keller hochkommen und in den Trockbauwänden zu  Strom-Dosen / LAN-Dosen werden, dann könnte man doch auch gleich den AP in die Trockenbau-Wand "einmauern". Noch eine kleine Kontrollklappe davor falls man mal ran muss und schon ist er so gut wie unsichtbar. Wobei ich mir Gedanken machen würde ob der sich dann zu sehr aufheizt und das Dämmmaterial in der Wand entzünden könnte :-/


Mit freundlichen und müden Grüßen

Jonathan

2018-06-29T10:04:49Z
  • Freitag, 29.06.2018 um 12:04 Uhr

Also di gängige Art ist nach we vor in jedes Zimmer ein Doppelkabel mit LAN zu legen.

Du hast zwar recht, dass man immer weniger direkt an LAN anschliesst aber wenn du LAN hast kannst du wie du es brauchst WLAN Acesspoints aufstellen. So kannst du dann auch dein Mesh realisieren.

Ich habe überall sogar in Küche und Bad LAN Anschlüsse im Büro sogar 2.

Auf die Coax Verkabelung könnte man verzichten und bei SAT z.b. Sat>IP nehmen ich persönlich würde die aber auch legen lassen. So 100% zuverlässig ist das meiner Erfahrung nach nicht.

2018-06-29T11:09:39Z
  • Freitag, 29.06.2018 um 13:09 Uhr
Hier meine Hausverkabelung (Ältere Haus BJ 1984)


Keller (Einlieger Wohnung)


1 Netzwerkdose (Gigabit)   in der Einlieger Wohnung


Wohnzimmer:


1 Multimediadose im Wohnzimmer. An der hängt die Fritzbox 6490. Von der Fritzbox geht eine Gigabit Leitung in die Einlieger Wohnung, eine Gigabit Leitung in das 1. OG und eine Gigabit Leitung zu einem Gigabit Switch hinter dem Fernseher. And dem Switch hängt der Fernseher, Blue Ray Player und ein Fire TV. Ich hatte früher alles am WLAN, aber dabei kam es immer wieder zu Abbrüchen beim Streamen von Filmen. Zudem musste ich die WLAN Geräte reduzieren, da die FritzBox mit vielen WLAN Geräten Probleme machte.


1. OG


Die Leitung von der Fritzbox geht an einen 8 Port Gigabit Switch. An dem hängen dann diverse Computer, NAS mit 2 LAN Ports und ein FRITZ!WLAN Repeater DVB‑C (alles im Büro). Der Repeater versorgt das 1. OG mit WLAN und streamt zudem noch DVB-C ins Netzwerk.

Da ich auch Home Office mache, brauche ich auf jedem Faall Kabel Verbindungen.



DG


Hier gibt es nur WLAN, aber vielleicht lege ich auch noch ein Kabel hoch.


Ich hoffe das hilf dir weiter.


Gruß


Bernd