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Nachtkrapp

Eigenes Kabelmodem im Bridge Modus betreiben

Ich möchte meinen eigenen Router verwenden und an diesem auch meine VOIP-Telefonnummern konfigurieren. Mein Router soll direkt die public WAN-IP von Unitymedia bekommen, keine private IP von einem vorgelagerten Router.


Die Kabel-BW-eigene Fritzbox erlaubt zwar einen Bridge-Modus, jedoch kann man dann die VOIP-Nummern nicht frei konfigurieren (warum auch immer!!!). D.h. ich muss meine Telefoniegeräte an der Fritzbox anschließen, was zu diversen Problemen führt (Hausverkabelung, doppelte Null bei eingehenden Anrufen, ..). Hiermit kämpfe ich schon seit Jahren und bin es mittlerweile leid. 


Daher habe ich mir eine eigene Fritzbox 6430 cable besorgt und bei Unitymedia konfigurieren lassen. Leider bietet diese Fritzbox keinen Bridge Modus an. Ein Router vor dem Router verursacht ebenfalls diverse Probleme (doppeltes NAT, mein Router kennt public IP nicht z.B. für DynDNS, Latency, ...), daher ist dies auch keine Option für mich. AVM konnte mir nicht weiterhelfen. Unitymedia hat mir daher zu einem Cisco EPC3925 geraten, bei dem der Bridge Modus funkionieren soll.


Das Cisco EPC3925 Kabelmodem ist schwer zu bekommen, aber nun endlich eingetroffen. Ich habe es in den Bridge Modus gesetzt und bei Unitymedia freischalten lassen. Nun stelle ich mit Erschrecken fest, dass sich das EPC3925 im Zuge jedes Bootvorgangs von selbst vom Bridge- in den Routermodus zurückstellt.


Unitymedia sagt nun (entgegen der Aussage vor einigen Wochen), dass sich ein kundeneigenes Gerät nicht im Bridgemodus betreiben ließe. Dies würde nur mit einem Unitymedia-eigenen Gerät funktionieren. 


Hier beißt sich die Katze in den Schwanz! Und wieso ändert Unitymedia überhaupt den Betriebsmodus _meines_ Kabelmodems???


Also Unitymedia: 

Entweder liefert Ihr mir die VOIP-Zugangsdaten und wir nutzen eure Fritzbox im Bridgemodus, oder ihr ändert eure Policies, so dass mein EPC3925 im Bridgemodus funktioniert!


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9 Kommentare
2019-01-12T12:36:50Z
  • Samstag, 12.01.2019 um 13:36 Uhr
Korrekt. Unitymedia unterbindet mit jedem Kabelrouter (was auch Dein Cisco ist) den Bridgemode. Dir bleibt nur ein reines Kabelmodem wie das TC4400 (welches aktuell nicht mehr verfügbar ist) oder die alten Cisco Modem EPC3212 oder 3208.
2019-01-18T23:04:58Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 00:04 Uhr
Danke für den Tip!
Habe mir jetzt ein Cisco EPC3212 bei ebay geholt und freischalten lassen. Macht genau, was es soll, nämlich lediglich meinem Router am 1000MBit-WAN-Port eine IP zu liefern. Und die SIP Zugangsdaten habe ich an meinem eigenen Router konfiguriert.
Problem solved.
Einzig: das hätte auch einfacher laufen können - wenn mir der Unitymedia Second Level gleich das EPC3212 genannt hätte statt dem EPC3925...
2019-01-19T08:10:48Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 09:10 Uhr
Das 3212 ist ein völlig veraltetes Modem, das formlell nicht mal mehr eingesetzt werden dürfte.
Die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch. Ich empfehle dringend, gleich ein neues Netzteil als Sparepart zu beschaffen. Das ist der häufigste Fehler.

Beim Kauf hast du entweder gut aufgepasst oder einfach nur Glück gehabt. Wenn es sich um ein UM-Gerät gehandelt hätte, hättest du mit Zitronen gehandelt = keine Provisionierung.

400 Mbit kann man sich auch abschminken.
2019-01-19T13:41:59Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 14:41 Uhr
Zweites Netzteil habe ich noch von dem EPC3925. Das landet jetzt erst mal im Schrank. 400MBit hab ich eh nicht (viel zu teuer)

Warum gibt es keine neuen Kabelmodems auf dem Markt? Bzw. nur von AVM und dann ohne Bridge Mode?
Gibt es wirklich so wenige Kunden, die gerne ihr eigenes Equipment verwenden?

Warum brauche ich überhaupt ein Kabelmodem mit Koaxanschluss wenn ich Glasfaser im Haus habe? Da könnte ich doch eigentlich gleich ein Vigor2133FVac verwenden, oder?
2019-01-19T14:00:02Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 15:00 Uhr
@Nachtkrapp:

Es gibt keine bzw. kaum reine Kabelmodems, weil der Breitband-Kabelmarkt relativ überschaubar ist. In anderen Ländern sieht das auch nicht anders aus - und der "normale" Nutzer will möglichst ein Gerät für alle Funktionen.

Wenn du einen Glasfaser-Anschluss im Haus hast, solltest du mal darüber nachdenken, warum du dann einen Anschluss beim Kabelnetzbetreiber gebucht hast statt beim Glasfaser-Anbieter...
2019-01-19T14:14:55Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 15:14 Uhr
Das Glasfaserkabel wird bei dir nur als HFC-Übertragungsmedium genutzt. Es handelt sich nicht um einen echten Glasfaseranschluss. Es gibt GF-versorgte Objekte, wo ein solcher geschaltet werden kann, aber den möchtest du gar nicht haben, wenn dir schon die 400 MBit/s zu teuer sind.  Kabelmodems werden eigentlich nur an Netzbetreiber verkauft, weil sonst kein Firmwaresupport möglich ist. Dieser erfolgt über den Updateserver und das CMTS des Anschlussanbieters. Die Ciscos sind durchweg alles alte Geräte, für die es überhaupt keinen Service mehr gibt, da Cisco schon vor Jahren seine Kabelmodemsparte geschlossen und an Technicolor verkauft hat. Die kümmern sich aber nicht um Cisco-Modelle, Das 3212 und 3925 sind darüber hinaus mit ihren acht DS-Kanälen nicht mehr auf dem Stand der Technik.

MfG


2019-01-19T14:47:16Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 15:47 Uhr
@Torsten: Ganz einfach: Weil das Glasfaserkabel Unitymedia gehört. Alternativ gibts noch VDSL der Telekom.
Solange das jetzt so funktioniert, wie ich es brauche kann es erst mal so laufen.
2019-01-19T16:15:23Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 17:15 Uhr
Die 400 MBit/s werden bei einem eigenen 3212 auch geschaltet. Natürlich ist das damit an der Leistungsgrenze, aber das TC4400 gibt es ja derzeit nicht mehr weil in D die Leute lieber einen Kabelrouter samt seiner Probleme möchten. 

Es bleibt nur Druck zu machen dass es endlich wieder gute reine Modem am Markt gibt und zwar auch für Endkunden. 

2019-01-19T16:32:18Z
  • Samstag, 19.01.2019 um 17:32 Uhr
Es gibt Niemanden, der dich bei einem eigenen Endgerät hindert, einen beliebigen Vertrag abzuschließen.
Wenn das Ergebnis aber nicht Vertragskonform ist, wird sich im Zweifelsfall UM darauf berufen, was sie in den Vorraussetzungen (24/8) festgelegt haben.
Und es wird sehr schwierig werden, aus dieser Nummer herauszukommen.
Das kann übrigens auch mit einem 100Mbit-Vertrag passieren.